Pierre de Terrail verbringt seine Kindheit auf Schloss Bayard in Pontcharra, das heute ein Museum ihm zu Ehren beherbergt. Der junge Pierre begeistert sich schnell für wilde Spiele, Jagd und Reitkunst. Nach seiner Ausbildung zum Ritter verlässt er Savoyen, um sich in den Dienst des Königs Charles VIII zu stellen. Im Jahr 1494 beschliesst Charles VIII, seine Rechte auf Napoli geltend zu machen, die Italienkriege beginnen. Sein Cousin Louis XII übernimmt im Jahr 1498 und François Ier im Jahr 1515 das Vorhaben. In all den Jahren verdient sich Pierre de Terrail seinen Ruf als „Ritter ohne Furcht und Tadel“. Er zeichnet sich durch gnadenloses Vorgehen gegen seine Feinde und durch sanften, friedlichen und höflichen Umgang mit seinen Freunden aus. Im Jahre 1521 widersetzt er sich Karl V, der Mézières belagert. Zurück in Italien wird er bei der Überquerung des Flusses Sesia bei Rovansenda tödlich verletzt. Mit einer gebrochenen Wirbelsäule ordnet er seinen Begleitern an, ihn zu verlassen und sagt: „Ich habe nie den Rücken vor dem Feind gekehrt, das will ich auch am Schluss meines Lebens nicht machen“.

Die Bewunderung des Ritters Bayard dauert bis heute an. Bayard verkörpert den Untergebenen, der keinen hohen Rang innehatte, dessen historischer Ruf aber den anderer Persönlichkeiten mit theoretisch wichtigeren Rollen bei weitem übersteigt. Das ihm zugeschriebene Bild ist jenes des perfekten Ritters, der nicht nur mit Talent zu kämpfen, sondern auch die Unterdrückten zu verteidigen weiss. In diesem Sinne ist er Erbe einer mittelalterlichen Auffassung von Ehre. Sein Leben wird von seinem Waffenbruder, Jacques de Mailles, in dem Buch „Die lustige und sehr unterhaltsame Geschichte des edlen Herrn Bayart, der gute Ritter ohne Furcht und Tadel“ geschildert.

Glätscherwasser brüüchts und heissi Sunnu

Mueschmu oi ä warmä Feehnu gunnu

Und ischt där Räbpüür mit dum Karsch därbii

Dä gits fär Liib und Seel där bäschtusch Wii.